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Material & Filament

Gutes Material ist die halbe Miete. Wir drucken überwiegend aus recyceltem PLA – aus Mais statt Erdöl, aus alten Drucken statt neuem Plastik.

Beim 3D-Druck entscheidet das Filament über fast alles: Stabilität, Optik, Haltbarkeit – und den ökologischen Fußabdruck. Hier erklären wir dir die wichtigsten Materialien ehrlich, mit Vor- und Nachteilen, und warum bei Makernest meistens PLA in der Düse steckt.

Die wichtigsten Filamente im Überblick

PLA – der Allrounder aus Pflanzen

Aus nachwachsenden Rohstoffen, druckt sauber, kaum Geruch, formstabil.

Stärken: einfach zu drucken, geruchsarm, recycelbar, aus Pflanzen.

Schwächen: wird weich ab ca. 55–60 °C – nichts fürs heiße Auto oder die Spülmaschine.

PETG – der robuste Praktiker

Mit Getränkeflaschen verwandt – zäher als PLA, hält mehr Hitze und Feuchtigkeit aus.

Stärken: stabil, schlagzäh, temperatur- und feuchtigkeitsbeständig.

Schwächen: anspruchsvoller im Druck, auf Erdölbasis.

ABS / ASA – das Technik-Material

Stabil und hitzebeständig. ASA zusätzlich UV-fest für draußen.

Stärken: hitze- und schlagfest, ASA wetterfest.

Schwächen: verzieht sich leicht, gibt Dämpfe ab, auf Erdölbasis.

TPU – das flexible

Gummi-ähnlich – biegsam, griffig, stoßdämpfend.

Stärken: flexibel, reißfest, rutschhemmend.

Schwächen: langsam im Druck, nicht für formstabile Teile.

Warum wir primär PLA nutzen

Für die meisten unserer Teile – Aufbewahrung, Gridfinity, Alltagshelfer – ist PLA schlicht die beste Wahl.

Es kommt aus der Pflanze, nicht aus dem Erdöl. PLA basiert auf Stärke aus Mais oder Zuckerrüben statt auf fossilem Rohöl. Die Herstellung setzt im Schnitt weniger CO₂ frei als die meisten Erdöl-Kunststoffe.

Es ist abbaubar – aber ehrlich. PLA ist industriell kompostierbar. Im heimischen Komposthaufen passiert das nicht in absehbarer Zeit. Sein echter Vorteil: Herkunft aus nachwachsenden Rohstoffen und gute Recycelbarkeit. Gerade die Fähigkeit, aus fehlgeschlagenen Drucken neue zu machen, macht es zu unserem favorisierten Material.

Es passt zu unseren Produkten. Aufbewahrung steht im Regal, nicht im Backofen. Wo ein Teil mehr Hitze aushalten muss, greifen wir zu PETG.

Recyceltes PLA: unser Standard, nicht die Ausnahme

Wir drucken überwiegend aus recyceltem PLA (rPLA) der Recycling Fabrik aus Braunschweig. Die Recycling Fabrik sammelt alte 3D-Drucke und Fehldrucke ein, mahlt sie, bereitet sie auf und zieht daraus wieder hochwertiges Filament. Aus Plastik, das sonst im Müll gelandet wäre, wird neues Material – in einer Qualität, die frischem PLA in nichts nachsteht.

Unser geschlossener Kreislauf

Beim Drucken fällt immer etwas an: ein misslungener erster Layer, Stützmaterial, ein Teil das die Qualitätskontrolle nicht besteht. Bei uns wandert davon nichts in den Restmüll.

Wir sammeln jeden Fehldruck und jeden Rest sortenrein – getrennt nach Material und Farbe.
Wir schicken sie zurück zum Recycling, damit aus ihnen wieder Filament wird.
Wir drucken weiter aus rPLA – und schließen den Kreis. Ordnung mit gutem Gewissen, vom Rohstoff bis zum fertigen Teil.

Ordnung mit gutem Gewissen

Mehr über unsere Fertigung oder direkt zu den Gridfinity-Modulen.